Stationäre Wohnmöglichkeiten (Wohnheime für behinderte Menschen)

Für Menschen mit Behinderungen, für die eine ambulante Wohnform nicht oder nicht mehr die geeignete Hilfe darstellt, besteht die Möglichkeit der Versorgung in einer stationären Einrichtung. Diese kann den individuellen Bedarf der Leistungsberechtigten sicherstellen, um die Stabilisierung der Persönlichkeit zu unterstützen und entsprechende Zukunftsperspektiven zu schaffen.

Das Wohnheim erbringt i.d.R. alle Hilfen durch beim Träger angestelltes Personal. Der Mensch mit Behinderung hat ein eingeschränktes Wahlrecht hinsichtlich Art und Form und der Person/Institution des Leistungserbringers. Die Finanzierung der Wohnheime erfolgt über einen kalendertäglichen Vergütungssatz, der für jede Einrichtung separat vereinbart wurde. Dies bedeutet, dass sich die Höhe der Vergütung nach der aufnehmenden Einrichtung bestimmt und nicht nach Art und Umfang der im Einzelfall erforderlichen Hilfe (individueller Hilfebedarf). Die Wohnheime tragen diesem Umstand dahingehend Rechnung, dass sie behinderte Menschen mit einer bestimmten Behinderungsart oder mit vergleichbarem Hilfebedarf aufnehmen bzw. über eine Mischkalkulation eine adäquate Betreuung von Menschen unterschiedlichster Hilfebedarfe sicherstellen. Manche Einrichtungen haben sich auf Menschen mit einem bestimmten Behinderungsbild spezialisiert.

Neben dem vollständig ausgefüllten und unterschriebenen Sozialhilfefragebogen benötigen wir zur Antragsbearbeitung folgende Unterlagen bzw. Informationen:
  • Fachärztliche Gutachten / Diagnostik / Berichte (Diagnose und Notwendigkeit der beantragten Hilfe)
  • Schwerbehindertenausweis (falls vorhanden)
  • Bewilligungsbescheid der Pflegekasse über die Pflegestufe (falls vorhanden)
  • Nachweise über sämtliche Einkünfte (wie z.B. aktuelle Rentenbescheide, ALG II Bescheid, Grundsicherungsbescheid, Kapitaleinnahmen (auch Zinsen), Mieteinnahmen, Unterhalt)
  • Sämtliche Vermögensnachweise (Sparbücher, Lebensversicherung, Bausparvertrag, PKW, Wertpapiere)
  • Auszüge der Girokonten der letzten 6 Monate
  • Grundbuchauszug (falls Grundvermögen vorhanden ist)
  • Falls Grundvermögen übertragen oder verkauft wurde: Übergabevertrag oder Kaufvertrag
  • Bei Mietwohnung: Mietbescheinigung
  • Bestellungsurkunde über die gesetzliche Betreuung (falls Betreuung besteht)
  • Name, Anschrift sowie Versicherungsnummer Ihrer Krankenkasse
  • Personalien aller Kinder, Ehegatten, geschiedenen Ehegatten, Eltern

 

Formulare / Publikationen zum Download (PDF):