Elterngeld

Formulare zur Beantragung von Elterngeld erhalten Sie (auf Nachfrage) in Ihrer Geburtsklinik, bei dem für Sie zuständigen Jugendamt oder online auf der Homepage des Familienministeriums Rheinland-Pfalz.

Anspruchsberechtigt ist grundsätzlich, wer mit dem Kind in einem Haushalt lebt, es selbst betreut und erzieht und ferner nicht bzw. nicht voll erwerbstätig ist (d. h. bis maximal 30 Wochenstunden). Übersteigt das zu versteuernde Einkommen der Eltern im Kalenderjahr vor der Geburt den Betrag von 500.000,00 €, bzw. bei Alleinerziehenden den Betrag von 250.000,00 € besteht grundsätzlich kein Anspruch auf Elterngeld

Ausländische Mitbürger/innen (Ausnahme: EU/EWR- Bürger und Schweizer Staatsangehörige, diese sind von der Vorlage befreit), haben Anspruch auf Elterngeld, wenn Sie einen geeigneten Aufenthaltstitel besitzen. Nähere Informationen erfragen Sie bitte bei der Elterngeldstelle.

Das Elterngeld bemisst sich, vereinfacht dargestellt, am Verdienstausfall und kann dann zwischen 65 % und 67 % des Durchschnittsnettoeinkommens der letzten 12 Monate vor Geburt bzw. vor Eintritt in die Mutterschutzfrist betragen. Geringverdiener mit einem Durchschnitts-Nettoeinkommen von unter 1.000,- € können einen prozentual steigenden Zuschlag erhalten, für Geschwisterkinder gibt es  u. U. einen Bonusbetrag.

Das Elterngeld beträgt mindestens 300,- € und maximal 1.800,- €. (ggfs. zuzüglich Geschwister-bonus), es wird für Geburten bis 30.06.2015 innerhalb der ersten 14 Lebensmonate des Kindes (eine „gedehnte“ Auszahlung kann beantragt werden) gewährt.

Für Geburten ab 01.07.2015 gibt es die Möglichkeit, Basiselterngeld oder das sog. Elterngeld Plus zu beantragen, d. h. aus einem (Lebens-)Monat Basiselterngeld können zwei Elterngeld-Plus Monate generiert werden. Das Elterngeld Plus wird in Höhe von maximal 50% des errechneten Basiselterngeldes gezahlt. Diese Variante lohnt sich insbesondere dann, wenn z. B. noch vor dem 1. Geburtstag des Kindes eine auf längere Dauer angelegte Teilzeittätigkeit aufgenommen wird. Elterngeld Plus kann zudem auch noch nach dem 14. Lebensmonat des Kindes beantragt werden.

Üben beide Elternteile gleichzeitig für mindestens 4 Lebensmonate eine Teilzeittätigkeit von zwischen 25 und 30 Wochenstunden aus, so können Sie unter bestimmten Voraussetzungen noch jeweils 4 zusätzliche  Partnerschaftsbonusmonate beantragen.

Antragsteller/innen die vor der Geburt des Kindes keine Erwerbstätigkeit ausgeübt, bzw. kein Einkommen i. S. d. BEEG erzielt haben, erhalten das Mindestelterngeld.

Wird während des Elterngeldbezuges eine Teilzeittätigkeit ausgeübt, so errechnet sich das Elterngeld anhand der Differenz des Durchschnittsnettoeinkommens vor der Geburt des Kindes zu dem Durchschnittsnettoeinkommen aus der Teilzeittätigkeit.

Die Lebensmonate, in welche die Mutterschutzfrist fällt, gelten grundsätzlich als "von der Mutter verbraucht" d. h. eine Umgehung der Anrechnung von Leistungen der Krankenkasse bzw. des Arbeitgebers ist nicht möglich. Eine Umwandlung dieser Monate von Basiselterngeld zu Elterngeld Plus ist ebenfalls ausgeschlossen.


Informationen zu Elternzeit und Teilzeitbeschäftigung

  • gemeinsame Elternzeit beider Elternteile ist möglich, Voraussetzung: bestehendes Arbeitsverhältnis
  • während der Elternzeit besteht u. U. ein Anspruch auf Teilzeittätigkeit, Voraussetzungen: u. a.: der Betrieb hat mindestens 15 Beschäftigte und die Arbeitszeit beträgt mindestens 15 Stunden bis maximal 30 Stunden wöchentlich
  • Zulässige wöchentliche Arbeitszeit Antragsteller/in = 30 Stunden (es ist ratsam, Teilzeittätigkeit im Rahmen der Elternzeit zu beantragen, um das ursprüngliche (Vollzeit-) Arbeitsverhältnis zu schützen!)
  • Aufschiebung des 3. Jahres der Elternzeit (Geburten bis 30.06.2015) auf einen Zeitraum bis zur Vollendung des 8. Lebensjahres des Kindes ist möglich, dies muss jedoch vorab mit dem Arbeitgeber vereinbart werden. 
  • Aufschiebung von bis zu 24 Monaten Elternzeit (Geburten ab 01.07.2015), Zustimmung des Arbeitgebers ist nicht mehr erforderlich!
  • Möglichkeit der Übertragung von Überschneidungszeiträumen, (Geburten bis 30.06.2015) Bei kurzer Geburtenfolge können – auf freiwilliger Basis und ohne Rechtsanspruch - bis zu 12 Monate der Elternzeit für ein vorher geborenes Kind an die Elternzeit  für das nachfolgende Kind „angehängt“ werden.
  • Pflicht zur schriftlichen Beantragung und Genehmigung der Elternzeit, Grundsatz: 7 Wochen vor dem geplanten Antritt, Ausnahme: 8 Wochen vor Antritt bei Verlängerung (innerhalb der ersten drei Lebensjahre) oder 13 Wochen bei Beantragung zwischen dem 3. und 8. Lebensjahr des Kindes (Geburten ab 01.07.2015) oder Beantragung von Teilzeittätigkeit


Publikationen zum Download (PDF):

Ansprechpartner/innen

maßgeblich ist der Familienname des Kindes !

Buchstaben A-G:
Frau Runkel
Tel.: 0 61 32 / 787-31 210
E-Mail an Frau Runkel

Buchstaben H-M:
Frau Burkhardt
Tel.: 0 61 32 / 787-31 060
E-Mail an Frau Burkhardt

Buchstaben N-S:
Frau Mölig
Tel.: 0 61 32 / 787-31 910
E-Mail an Frau Mölig

Buchstaben Sch-V:
Frau Reinke
Tel.: 0 61 32 / 787-31 860
E-Mail an Frau Reinke

Buchstaben W-Z:
Frau Grimm
Tel.: 0 61 32 / 787-31 190
E-Mail an Frau Grimm