Erdwärme

Die Nutzung von Erdwärme für Warmwasser und Heizung mit Hilfe von Erdwärmesonden erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Erdwärmesonden werden in einer Tiefe von wenigen Metern bis über hundert Meter installiert und gewinnen Energie, indem sie die Wärme des mit Grundwasser gefüllten Gesteinsbereichs aufnehmen. Dabei ist ein verantwortungsvoller Umgang mit der Ressource Grundwasser unerlässlich. Wer darüber nachdenkt, eine Bohrung für eine Sonde auf seinem Grundstück durchzuführen, den berät die Untere Wasserbehörde der Kreisverwaltung Mainz-Bingen gerne kostenlos. Durch die Beratung gewinnt der Bauherr Rechtssicherheit für sein Vorhaben. Bestimmte Bohrungen sind nämlich genehmigungspflichtig, zum Beispiel solche, die tiefer als hundert Meter gehen. Außerdem kann der Bauherr durch die Beratung der Kreisverwaltung sicher sein, dass bei der Bohrung nachher nichts schief geht. Denn für Erdwärmesonden-Bohrungen sollten nur zertifizierte Spezialfirmen beauftragt werden. Als qualifiziert gilt eine Firma, wenn sie das „D-A-CH-Gütesiegel für Erdwärmesonden-Bohrfirmen der Wärmepumpenverbände aus Deutschland, Österreich und der Schweiz“ besitzt. Darüber hinaus kann im Einzelfall auch ein anderer Qualifizierungsnachweis von der Kreisverwaltung anerkannt werden, etwa eine Fachkundebestätigung durch das Landesamt für Geologie und Bergbau, das Landesamt für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht oder ein Zertifikat durch ein Wasserversorgungsunternehmen.

Nach § 110 Abs. 2 LWG (Wassergesetz für das Land Rheinland-Pfalz) sind die für die Entscheidung der Behörde erforderlichen Plaäne und Unterlagen von einer fachkundigen Person zu erstellen, die in einer von einer Ingenieurkammer geführten Liste eingetragen ist. Ein Eintrag ist in der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz ab einer Heizleistung der Erdwärmesondenanlage> 20 kW vorgesehen (Fachbereich 7.8 Erdwärme).

 

Formulare / Publikationen zum Download (PDF):