Internationaler Artenschutz

Noch immer ist der illegale Handel mit exotischen Tieren und Pflanzenarten ein einträgliches Geschäft, allerdings mit dramatischen Folgen: Viele Tier- und Pflanzenarten sind heute in ihrer Existenz bedroht; nicht wenige stehen kurz vor dem Aussterben. Bis heute sind dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen 130 Staaten beigetreten. Mehr als 8.000 Tiere und rund 22.000 Pflanzen stehen unter seinem Schutz.

Bei exotischen Souvenirs aus Urlaubsländern, etwa lebende oder ausgestopfte Tiere, aus Tierteilen hergestellte Gegenstände oder fremdartige Pflanzen ­ ist Vorsicht geboten. Möglicherweise steht gerade dieses Souvenir unter dem Schutz des Washingtoner Übereinkommens, das international Cites genannt wird. Von Händlern ausgestellte Ausfuhrbescheinigungen sind meistens nicht gültig. Denn nur Behörden des Urlaubslandes können erforderliche amtliche Genehmigungen erteilen. Außerdem ist die Einfuhr nach Deutschland vorher mit dem Bundesamt für Naturschutz, Konstantinstr.110, 53179 Bonn abzuklären. Eine Aus- oder Einfuhr ohne entsprechende Genehmigungen macht sich nicht bezahlt. Wenn der Zoll die Ware entdeckt, wird sie beschlagnahmt, und es kann mit einer empfindlichen Geldstrafe gerechnet werden.

Dem Zollfahndungsdienst kommt bei der Bekämpfung der organisierten Artenschutzkriminalität eine besondere Rolle zu. Die Auswertung der aus den einzelnen Verfahren gewonnenen Erkenntnisse sowie die Aufdeckung organisierter Strukturen ist in diesem Zusammenhang eine zentrale Aufgabe des Zollkriminalamtes (ZKA) in Köln. Gegenstand der Ermittlungsverfahren der Zollfahndungsämter ist die breite Gesamtpalette der geschützten Fauna und Flora, von der Krokotasche bis zum Orang-Utan. Besonders vom illegalen Handel betroffen sind Papageien und Greifvögel, Reptilien, Meerwasser-Zierfische, Korallen sowie Orchideen und Kakteen.