Altfahrzeug-Verordnung

Jahr für Jahr werden in Deutschland immer mehr Autos zugelassen. Der aktuelle Bestand liegt bei rund 40 Millionen PKW. Von derzeit 2,5 Millionen stillgelegten PKW pro Jahr werden mehr als 2 Millionen verschrottet. Tendenz steigend. Auch die Zahl der Exporte von Altfahrzeugen und Fahrzeugteilen, speziell wegen der starken Nachfrage aus den osteuropäischen Ländern, nimmt ständig zu.

Ein erster Schritt um die wachsenden Umweltgefahren aus der konventionellen Altautoentsorgung abzuwenden, war die “Freiwillige Selbstverpflichtung zur umweltgerechten Altautoentsorgung” der Wirtschaft. Die danach folgende Altauto-Verordnung (01.April 1998) wurde nun durch die Altfahrzeug-Verordnung ersetzt, die am 01.Juli 2002 in Kraft trat.

Wie bei der Altauto-Verordnung können Altautos nur in bestimmten, umweltgerecht arbeitenden Betrieben angenommen bzw. entsorgt werden. Dies gilt für alle Fahrzeuge der Klasse M1 (Fahrzeuge zur Personenbeförderung mit höchstens acht Sitzplätzen außer dem Fahrersitz) oder N1 (Fahrzeuge zur Güterbeförderung mit einem Höchstgewicht bis zu 3,5 Tonnen).

Eine Neuerung ist, dass die Hersteller / Importeure die Entsorgungskosten für Fahrzeuge, die nach dem 01.07.2002 erstmals zugelassen werden, vollständig bzw. zu einem mindestens wesentlichen Teil übernehmen müssen. Ab dem 01.01.2007 gilt dies auch für alle übrigen Altfahrzeuge.
Dies ist jedoch nicht der Fall, wenn
  • das Altfahrzeug nicht nach den Bestimmungen des deutschen Zulassungsverfahrens zugelassen ist oder zugelassen war,
  • das Altfahrzeug nach den Bestimmungen des deutschen Zulassungsverfahrens vor der Stilllegung weniger als ein Monat zugelassen war
  • das Altfahrzeug wesentliche Bauteile oder Komponenten, insbesondere Antrieb, Karosserie, Fahrwerk, Katalysator oder elektrische Steuergeräte für Fahrzeugfunktionen, nicht mehr enthält,
  • dem Altfahrzeug Abfälle hinzugefügt wurden,
  • der Fahrzeugbrief nicht übergeben wird,
  • es sich bei dem Altfahrzeug um ein Fahrzeug der Klasse M1 oder N1 handelt, das nicht serienmäßig und nicht im einstufigen Verfahren hergestellt und genehmigt wurde.

Ansprechpartner/innen

Herr Brandmüller
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Herr Hänsler
Tel.: 0 61 32 / 787-51 19
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Frau Schantz
(nur Di. & Do. jew. vorm.)
Tel.: 0 61 32 / 787-51 17
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