Auswahl des Grundstücks

Ein Grundstück kann grundsätzlich bebaut werden, wenn es in einem Baugebiet liegt und erschlossen ist. Baugebiete werden durch Aufstellen von Bebauungsplänen ausgewiesen. Die Ortsgemeinden stellen in eigener Verantwortung Bebauungspläne auf. Bei den Verbandsgemeindeverwaltungen können Sie erfahren, wo im Verbandsgemeindebereich Bebauungspläne erstellt, welche Baugebiete bereits erschlossen sind und welche Grundstücke eventuell für einen Verkauf in Frage kommen. Sollten Sie sich für ein bestimmtes Grundstück interessieren, ist zu empfehlen, sich den Bebauungsplan anzusehen.

Grundstücke sind weiterhin bebaubar, wenn sie innerhalb der bebauten Ortslage liegen. Bauvorhaben in diesen Bereichen müssen sich in die Eigenart der näheren Umgebung einfügen. Falls Zweifel bestehen, ob ein Grundstück noch im Innenbereich liegt und inwieweit Ihr Bauvorhaben sich der Umgebung der Bebauung anpassen muss, empfiehlt sich eine schriftliche Bauvoranfrage an die Bauaufsichtsbehörde. Empfehlenswert ist auch der Weg zum Ortsbürgermeister: Er hat den Überblick über die Grundstückssituation seiner Gemeinde. Eine verbindliche Auskunft über die Bebaubarkeit von Grundstücken kann Ihnen dagegen nur die Kreisverwaltung als Untere Bauaufsichtsbehörde geben.


Bauplanung

Fehler, die zu Beginn der Planung gemacht werden, können später meist nicht mehr ausgeglichen werden. Sie sollten deshalb auf folgendes achten:

Informieren Sie sich zuerst bei der Gemeinde oder bei der Kreisverwaltung, die für die Baugenehmigung zuständig ist, über die Bauvorschriften, die für Ihr Grundstück bestehen. Beachten Sie, dass für den öffentlichen Wohnungsbau bestimmte Wohnflächengrenzen nicht überschritten werden dürfen. Einzelheiten hierüber erfahren Sie beim Bauamt. Spätere Umplanungen kosten meist Zeit und Geld. Wenn Sie diese Vorgaben ermittelt haben, müssen Sie sich Klarheit über Ihre Vorstellung verschaffen. Das beginnt mit dem Aufstellen eines Raumprogramms nach Ihren Bedürfnissen, das eine Grundlage für die weitere Planung sein sollte. Wenn Sie einen Architekten mit der Planung beauftragt haben, wird er mit Ihnen die weitere Planung erstellen. Er wird dann folgende Aufgaben für Sie erledigen:

  • Vorplanung,
  • Entwurfsplanung,
  • Kostenermittlung
  • Zusammenstellen der Bauvorlagen,
  • Aufstellen von Leistungsverzeichnissen.

Eine wichtige Funktion übernimmt der Bauleiter, der nach § 56 a der Landesbauordnung vorgeschrieben ist. Er wacht darüber, dass Ihr Bauvorhaben nach den genehmigten oder, wenn eine Prüfung nicht erforderlich ist, den eingereichten Bauunterlagen sowie unter Beachtung der Bauvorschriften und sonstigen öffentlich-rechtlichen Vorschriften, durchgeführt wird. Dies haben Sie als Bauherr/in zu Beginn des Baus und bei der Erstellung des Rohbaus sowie bei der Gesamtfertigstellung Ihres Bauvorhabens der Baubehörde schriftlich zu bestätigen.

Die Unternehmen sind gemäß § 57 der Landesbauordnung dafür verantwortlich, dass Ihr Bauvorhaben nach den geprüften oder eingereichten Bauunterlagen und den Anweisungen des Entwurfsverfassers/des Architekten gemäß den baurechtlichen und sonstigen öffentlich-rechtlichen Vorschriften ausgeführt wird. Wichtig ist, dass das Anfertigen der Pläne für die Baugenehmigung oder das Freistellungsverfahren nur von bauvorlageberechtigten Personen erfolgen darf. Das Aufstellen von Leistungsverzeichnissen, Berechnungen der Standsicherheit und des Schall-/Wärmeschutzes, erfordern einen objektiven Ansprechpartner und Berater. Er wahrt Ihre Interessen gegenüber den am Bauvorhaben beteiligten Personen.