Ein Jahr Beratung zum barrierefreien Bauen und Wohnen in Ingelheim

5. Mai 2017


Mehr Lebensqualität durch Barrierefreiheit: Seit Mai 2016 bietet die Landesberatungsstelle Barrierefrei Bauen und Wohnen in der Kreisverwaltung Mainz-Bingen in Ingelheim einmal im Monat eine kostenfreie Beratung an. Erfahrene Architektinnen und Architekten unterstützen zu allen Fragen der Barrierefreiheit rund um Neu- und Umbaumaßnahmen. Die Initiative für den 13. Beratungsstandort in Rheinland-Pfalz geht zurück auf einen Dialog zwischen dem Seniorenbeirat Mainz-Bingen, der Kreisverwaltung und der Landesberatungsstelle Barrierefrei Bauen und Wohnen.

Große Nachfrage, vielfältige Themengebiete

„Das Angebot unserer neuen Beratungsstelle wurde sehr gut angenommen – alle angebotenen Beratungstermine wurden genutzt“, sagt Architekt und verantwortlicher Berater, Dr. Hans-Jürgen Schlamp. Sperrige Badezimmer oder zu steile Treppenhäuser, Finanzierungspläne und Förderhilfen – die Fachberatungen sind kostenlos, firmenneutral und individuell. Neben den Beratungsterminen in der Kreisverwaltung Mainz-Bingen können auch Vororttermine, direkt am Bau- oder Wohnobjekt, vereinbart werden.

Über 90 Prozent der Fälle drehen sich um Bestandsbauten. Was ist mit barrierefreien Neubauten – vorwiegend von jungen Familien geplant? Die Beratungen dienen auch für neue Denkanstöße. Christiane Grüne, Leiterin der Landesberatungsstelle Barrierefrei Bauen und Wohnen, ist vor allem ein Aspekt besonders wichtig: „Wir wollen das Vorurteil ausräumen, Barrierefreiheit sei nur ein Thema für Senioren und Menschen mit körperlichen Einschränkungen. Barrierefrei zu wohnen und zu leben bedeutet Lebensqualität, Komfort und Sicherheit – für jeden von uns.“

Innerhalb des Landkreises Mainz-Bingen haben sich die Anfragen zum barrierefreien Bauen, seit es das Beratungsangebot gibt, verdreifacht. „Im Bewusstsein ist Barrierefreiheit auf jeden Fall angekommen“, resümiert Kreisbeigeordnete Ursula Hartmann-Graham. Sie freue sich besonders über das Angebot im Kreishaus, da unterschiedliche Kreisgremien und Fachabteilungen mit Barrierefreiheit täglich konfrontiert sind: Ob der Senioren- oder Behindertenbeirat des Kreises, das Bauamt oder die Eingliederungshilfe – alle profitieren davon.

Beratungsort und Terminvereinbarung

Die kostenlose Beratung in der Kreisverwaltung, Georg-Rückert-Str. 11 in Ingelheim findet jeden ersten Donnerstag im Monat von 14 bis 16 Uhr im Erdgeschoss statt. Eine Anmeldung erfolgt bei der Kreisverwaltung unter 06132/787-3303 oder per E-Mail. Der Beratungsraum ist barrierefrei zu erreichen. Die nächsten Beratungstermine sind Donnerstag 1. Juni und 8. Juli 2017.

Vorträge und weitere Informationen

Neben den persönlichen Beratungen informieren die Expertinnen und Experten auch in Vorträgen rund um das Thema Barrierefreiheit. Die Landesberatungsstelle will alle Altersgruppen davon überzeugen, dass sich eine vorausschauende barrierefreie Planung in der Zukunft bezahlt macht und in allen Lebenslagen ein Gewinn ist. So profitieren zum Beispiel auch junge Familien mit Kinderwagen oder Menschen, die durch einen Beinbruch kurzzeitig bewegungseingeschränkt sind, von einem barrierefreien Hauseingang. Informationen finden Interessierte auch im Internet. Weitere Informationen gibt Christiane Grüne, Leiterin der Landesberatungsstelle unter der Telefonnummer 06131/223078.

Über die Landesberatungsstelle Barrierefrei Bauen und Wohnen

Träger der Landesberatungsstelle Barrierefrei Bauen und Wohnen ist die Verbraucherzentrale e.V., Kooperationspartner die Architektenkammer Rheinland- Pfalz. Finanziert wird sie durch das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie. Weitere Standorte, in denen die Landesberatungsstelle stundenweise berät, sind in Bad Kreuznach, Bad Neuenahr-Ahrweiler, Daun, Kaiserslautern, Koblenz, Ludwigshafen, Mainz, Neuwied, Pirmasens, Speyer, Trier und Wittlich.


Ein Jahr Beratung zum barrierefreien Bauen und Wohnen in Ingelheim
Kreisbeigeordnete Ursula Hartmann-Graham (2.v.r.), Leiterin der Landesberatungsstelle Christiane Grüne (2.v.l.), Vorsitzender des Mainz-Binger Seniorenbeirates Dr. Anton Meisen (rechts), beratender Architekt Dr. Hans-Jürgen Schlamp (3.v.l.) sowie Ute Poßmann (3.v.r.) und Wolfgang Jung (links) von der Kreisverwaltung ziehen Bilanz – ein Jahr Beratung zu barrierefreiem Bauen und Wohnen in Ingelheim.

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