„Von Lebenskünstlern und Stehaufmännchen“ – Pflegeelternseminar in der Kreisverwaltung Mainz-Bingen

5. April 2017


„Von Lebenskünstlern und Stehaufmännchen“ – unter diesem Titel veranstalteten die Jugendämter der Landkreise Mainz-Bingen, Alzey-Worms, Bad Kreuznach und Rhein-Hunsrück ein gemeinsames Seminar für Pflegeeltern. Mehr als 100 Pflegemütter und –Väter erschienen, um sich über Traumatisierungen wie Chancen ihrer Schützlinge auszutauschen und zu informieren.

Nach der Begrüßung durch Fachbereichsleiter Olav Muhl referierte die Mainzer Kinder- und Jugendpsychotherapeutin Sabine Maur zu typischen traumatischen Erfahrungen, denen viele Pflegekinder in ihren Ursprungsfamilien ausgesetzt sind.  Basierend auf einer hawaiianischen Studie lag der Schwerpunkt dabei auf der Frage, welche Faktoren für die Bewältigung derartiger Erlebnisse ausschlaggebend sind: „Nichts wirkt sich umfassender und positiver auf die psychosozialen Perspektiven dieser Kinder aus als eine liebevolle und fürsorgliche Pflegefamilie“, waren sich Maur und die Vertreter des Jugendamtes einig. Begleitend wurden Fragen und individuelle Problemstellungen der Anwesenden besprochen, was nicht zuletzt aufgrund Maurs eigener Erfahrungen als Pflegemutter als besonders hilfreich wahrgenommen wurde.

Zukünftig wollen sich die Pflegeeltern noch enger vernetzen und austauschen, auch das Jugendamt plant weitere Angebote. Wer sich vorstellen kann, ebenfalls ein Kind in Pflege zu nehmen, um es bei seiner Entwicklung zu unterstützen, kann sich beim Pflegeelterndienst der Kreisverwaltung Mainz-Bingen unter den Telefonnummern  06132/787-31400, -31410 und -31710 informieren.

Ansprechpartner:

Pressestelle

Tel.: 0 61 32 / 787-10 12

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